Pakadoo


Michael Strohäcker ist Geschäftsführer der Pakadoo GmbH in Böblingen – ein Start Up mit 20 Leuten, Ausgründung aus der LGI (Logistikunternehmen).


Zur Vorbereitung klickte ich mich durch sämtliche kleinen Videos, um das Geschäftskonzept zu verstehen: zusammengefasst bietet Pakadoo eine Art firmeninterne und öffentliche Paketshops an.


Mitarbeiter*innen können ihre Pakete ins Büro schicken lassen und dort abholen – zu vom Arbeitgeber festgelegten Zeiten. Zunächst empfand ich das als pfiffige Idee, habe die Ausmaße von deren Geschäftsidee und Können aber erst in dem spannenden Gespräch mit Michael verstanden.


Wie komme ich als Privatmensch zu meinen Paketen?

Hinderlich bei der Zustellung der Pakete ist, dass keiner die Haustür aufmacht, weil sich ja die Menschen häufig genau zur Lieferzeit auf der Arbeitsstelle befinden. Das Paket muss so wieder mit zur Zentralstelle genommen werden bzw. wird in der Paketfiliale abgegeben.


Die sogenannte „Last Mile“ ist die kostenintensivste … und auch die umweltfeindlichste ....

Diese Herausforderung hat Pakadoo angenommen: Das Projekt startete nicht unbedingt mit der Idee einer nachhaltigen Dienstleistung; es ist jedoch mehr und mehr dazu geworden. Die Idee ist eine Art Paketstationen in den Firmen einzurichten, die Pakete für die Mitarbeiter annehmen. Viele einzelnen Pakete werden so gebündelt – und damit umweltfreundlicher zugestellt.

Eine Win-Win-Situation:

· Kunden und Paketdienste sind glücklicher: Pakete werden schneller und mit weniger Aufwand ausgeliefert

Umwelt wird geschont: pro Paket werden bis zu 924 gr. CO2 eingespart (weil das Paket zusammen mit vielen anderen direkt beim ersten Versuch zugestellt wird)

Eine Win-Win-Situation: · - Kunden und Paketdienste sind glücklicher: Pakete werden schneller und mit weniger Aufwand ausgeliefert - Umwelt wird geschont: pro Paket werden bis zu 924 gr. CO2 eingespart (weil das Paket zusammen mit vielen anderen direkt beim ersten Versuch zugestellt wird)

Daneben gibt es öffentliche Paketschränke, an die sich alle registrierten pakadoo Nutzer ihre online gekaufte Ware schicken lassen können, wo sie in einem der Fächer bis zur Abholung eingelagert werden. Das erfährt der Empfänger automatisch per E-Mail-Benachrichtigung oder Push-Nachricht via Nutzer-App.


Für die Belieferung der öffentlichen Paketschränke sucht Pakadoo Partner vor Ort wie z.B. in Konstanz den Südkurier, bei denen sogenannte Microhubs eingerichtet werden. Diese bringen mit E-Mobilen und Lastenfahrrädern die zugestellten Pakete zum öffentlichen Paketschrank und lagern sie dort ein. Dabei legt Pakadoo Wert auf Klimaneutralität auf der letzten Meile.

Die Arbeitgeber bieten einen Extraservice für Ihre Mitarbeiter und werden bzw. bleiben Unternehmen „enkelfreundlich“

– so beschreibt eine Organisation ihre Handlungsweise. Direkt können die Firmen sich die umweltfreundlichere Zustellung nicht auf die CO2-Bilanz anrechnen lassen. Jedoch zählt für die Firmen die grundsätzliche umweltfreundliche Einstellung der Mitarbeiter*innen, die es zu unterstützen gilt – damit die Zukunft nachfolgender Generationen beachtet wird.

Schließlich ist die Anzahl der über Pakadoo zugestellten Pakete mal 924 gr. CO2-Ersparnis Ausdruck davon, wie hoch das CO2-Einsparpotenzial ist. Inzwischen wurden über pakadoo viele Tonnen eingespart.

Pakadoo merkt auch zunehmend die positive Entwicklung zum Thema klimaneutrales Wirtschaften bei den eigenen Mitarbeiter*innen und im Recruitment: „Wir versuchen es mitzudenken!“

Viele Impulse werden so umgesetzt und eine offene Feedbackkultur sorgt für Austausch und gemeinsame nachhaltige Entwicklung. Das haben wir auch schon bei anderen Orten auf unserer Reise kennengelernt: Nachhaltigkeit und sogenanntes New-Work-Arbeiten werden immer wichtiger

Spannend fanden wir auch die Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit den Kommunen. Pakadoo arbeitet an Konzepten für Gemeinden, damit auch hier Transporte gebündelt und klimaneutral erfolgen und weniger Fahrzeuge den Stadtverkehr belasten. Und da ist Pakadoo als Anbieter von digitalen Logistik-Dienstleistungen eine gute Kooperationsmöglichkeit. Wir werden bestimmt noch viel hören von Pakadoo, Pakete liefern lassen ist ein wachsendes Geschäft und die Haltung in der Gesellschaft ändert sich hin zu mehr Klimaneutralität.


(Um mich zu outen: Ich wusste nicht, dass Paketstationen grundsätzlich umweltfreundlicher sind;-))